Mittwoch, 26. Oktober 2016

Witch Hunter, Virginia Boecker



Oberhalb meines Nabels ist es in meine Haut eingebrannt, ein schwarzes Mal. XIII. Das Stigma, das mich beschützt und allen zum Beweis dient, was ich bin. Eine Hexenjägerin. Sie weichen vor mir zurück, als ob sie mich fürchten müssten. Sie müssen mich fürchten. – Elizabeth, Rückentext



Autorin: Virginia Boecker

Erscheinungsdatum: 18. März 2016
Verlag: dtv

Umfang: 402 Seiten

Preis: 17,95€

ISBN: 9783423761352
 



Inhalt:


Die 16-jährige Elizabeth Grey sieht harmlos aus und ganz und gar nicht so, als könnte sie einen Hexer vergiften oder zehn Totenbeschwörer nur mit einem Schwert und einem Beutel Salz überwältigen. Trotzdem gehört Elizabeth zu den gefährlichsten Hexenjägern in Anglia. Doch als sie mit einem Bündel Kräuter gefunden wird, das ihr zum Schutz dienen soll, wird sie in den Kerker geworfen und selbst der Hexerei angeklagt. Wider Erwarten retten weder Caleb, ihr engster Freund und heimlicher Schwarm, noch ihr Lehrmeister Blackwell sie vor dem Scheiterhaufen. Stattdessen befreit sie in letzter Sekunde ein ganz anderer: Nicholas Perevil, der mächtigste Magier des Landes und Erzfeind aller Hexenjäger. Er lässt sie heilen und nimmt sie bei sich auf. Doch was wird der Preis sein, den sie dafür bezahlen muss?

Meine Meinung:


Naja. Ich bin ein wenig unschlüssig. Das Buch hat mir schon gut gefallen, allerdings bin ich irgendwie nie richtig in die Geschichte reingekommen. Ich habe das schon von einigen anderen Bloggern gehört, aber erst jetzt habe ich verstanden, was sie meinen.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und wenn ich einmal zu lesen angefangen habe, bin ich schnell vorangekommen. Die Geschichte wird in der Ich-Form der Protagonistin erzählt. Ich finde es auch gut, dass so viele Informationen über die Zeit, das Mittelalter, vorhanden sind. Man merkt, dass Virginia Boecker sich mit diesem Thema auseinandergesetzt hat. Die Figuren benutzen zwar manchmal eine Ausdrucksweise, die eher in diese Zeit passt, aber das ist nicht so schlimm, da man so das Geschehen besser versteht. 
Das Cover gefällt mir richtig gut. Es ist fast nur in Weiß gehalten, außer dem Schriftzug, einem Schlüssel und ein paar Vögeln, die alle schwarz sind. Zu sehen ist ein Mädchen in einem Kleid mit weißen Haaren, das direkt aus dem Bild herauszuschauen scheint.
In der Geschichte spielt das Thema Hexenjagt die zentrale Rolle. Es werden die Zustände in der damaligen Zeit ausführlich beschrieben, wie zum Beispiel die Scheiterhaufen oder die Gefängnisse für die Hexen und Hexenmeister, in denen sie auf ihren Tod warten mussten. Auch das fand ich sehr interessant.

Die beiden Henker in ihren dunkelroten Umhängen und den verkohlten Lederhandschuhen umrunden mit brennenden Fackeln die hölzernen Plattformen, wo vier Hexen und drei Hexenmeister stehen, festgezurrt an dicken Holzpfosten. –Elizabeth, S.7


Dennoch war es irgendwie schwer für mich, in die Geschichte einzutauchen. Sie war ein bisschen…unnahbar, wenn ich das so sagen kann. Schon in den ersten Seiten hatte ich Probleme, das Geschehen zu verfolgen, was dann aber mit der Zeit leichter geworden ist. Zum Ende hin war ich etwas besser in der Geschichte drin, aber immer noch nicht so, wie ich es normalerweise in anderen Büchern bin.


Fazit:



Generell ist Witch Hunter eine spannende Geschichte, die trotz des schweren Eintauchens lesenswert ist. Ich empfehle sie weiter, sie ist aber kein absolutes Muss wie manch andere Bücher. Ich gebe drei von fünf Sternen.