Donnerstag, 5. Oktober 2017

Die Moortochter, Karen Dionne (RE)

Autorin: Karen Dionne

Erscheinungsdatum: 24. Juli 2017

Verlag: Goldmann

Umfang: 382 Seiten

Preis: 12,99€

ISBN: 978-3-442-20535-6

Inhalt:

Helena Pelletier lebt in Michigan auf der einsamen Upper Peninsula. Sie ist eine ausgezeichnete Fährtenleserin und Jägerin – Fähigkeiten, die sie als Kind von ihrem Vater gelernt hat, als sie in einer Blockhütte mitten im Moor lebten. Für Helena war ihr Vater immer ein Held – bis sie vor fünfzehn Jahren erfahren musste, dass er in Wahrheit ein gefährlicher Psychopath ist, der ihre Mutter entführt hatte. Helena hatte daraufhin für seine Festnahme gesorgt, und seit Jahren sitzt er nun im Hochsicherheitsgefängnis. Doch als Helena eines Tages in den Nachrichten hört, dass ein Gefangener von dort entkommen ist, weiß sie sofort, dass es ihr Vater ist und dass er sich im Moor versteckt. Nur Helena hat die Fähigkeiten, ihn aufzuspüren. Es wird eine brutale Jagd, denn er hat noch eine Rechnung mit ihr offen ...

Meine Meinung:


Die Moortocher ist eine sehr interessante Geschichte. Allerdings muss ich sagen, dass ich mehr erwartet hätte. Die "brutale Jagd", wie es im Klappentext genannt wird, ist gar nicht wirklich der Grundstrang der Handlung und als "Psychothriller" würde ich das Buch auch nicht gerade bezeichnen.

Was den wahren Kern des Buches ausmacht, sind die Erzählungen über die Kindheit der Protagonistin. Die Zeit, in der sie im Moor gelebt habt, wird deutlich und detailreich beschrieben und fesselt den Leser die meiste Zeit sehr. Allerdings mehr auf einer informative Ebene und nicht wegen Spannung oder Ähnlichem.

Der Schreibstil der Autorin ist wirklich sehr schön zu lesen. Man merkt, wie viel Mühe und eigene Erfahrungen sie in die Geschichte gesteckt hat und diese dadurch für den Leser real und lebendig macht. Die Kapitel sind immer abwechselnd aus der Zeit im Moor und aus dem Hier und Jetzt erzählt. Das Cover ist mehr als passend getroffen und gefällt mir ausgesprochen gut.

Leider muss ich aber sagen, dass ich das Buch stellenweise sogar als langweilig empfunden habe. Es dauert lange, bis endlich einmal etwas passiert und in den letzten Seiten überschlagen sich die Ereignisse dann plötzlich. Ich hätte mir mehr Handlung in der Gegenwart gewünscht und nicht bloß Kindheitserzählungen.
 

Fazit:

Insgesamt kann ich sagen, dass Die Moortochter eine empfehlenswerte Geschichte ist, allerdings nicht, wenn man auf der Suche nach einem Psychothriller ist. Deshalb gebe ich drei von fünf Sternen.



Vielen Dank an den Goldmann Verlag/ die Verlagsgruppe Randomhouse für das Rezensionsexemplar!