Dienstag, 6. September 2016

We All Looked Up, Tommy Wallach



Das Einzige, was wir nun tun können, das einzig Amerikanische, was wir tun können, ist, unser Leben weiterzuleben, die Nähe der Menschen zu suchen, die uns lieb und teuer sind, und darauf vertrauen, dass Gott uns beschützt. –Präsident von Amerika, S. 102/103

Inhalt:

Was wäre, wenn ein riesiger Asteroid durchs All Richtung Erde trudeln würde und man eventuell nur noch zehn Wochen Zeit hätte, um all seine Wünsche und Hoffnungen in die Tat umzusetzen?
Peter, Eliza, Anita und Andy müssen sich kurz vor dem Schulabschluss genau dieser Frage stellen. Ihnen bleiben zehn Wochen, um all ihre Hoffnungen und ihre Herzen in die Waagschale zu werfen, denn vielleicht, vielleicht, ist es die einzige Zukunft, die sie haben.

Meine Meinung:

Als ich das Buch zum ersten Mal in der Hand hatte, war ich davon überzeugt, dass es eine super Geschichte abgeben würde. Aber ich habe mich leider getäuscht. Mir gefällt zwar die Grundidee, denn eigentlich ist es eine tolle Idee für ein Buch, aber die Ausführung hat mir nicht wirklich gefallen. Ich finde, dass in der Geschichte einfach nichts passiert. Hin und wieder gibt es ein Ereignis, dass besonders aus dem Rest hervorsticht, aber ansonsten war es für mich nur ein Dahinlesen und ein Warten darauf, dass endlich etwas geschieht.

Das Buch ist aus vier Sichten geschrieben: Peter, Eliza, Anita und Andy wechseln sich mit der Erzählung ab. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, da er sachlich ist und auf Details eingeht. Die vier Protagonisten stellen vier Highschool-Klischees dar: Der Sportler, die Schlampe, die Streberin und der Faulenzer. Ich persönliche finde aber nicht, dass die Klischees stark ausgeprägt sind. Schon am Anfang waren die Protagonisten anders, als ich es auf den Klapptext erwartet hätte.

Bevor Ardor kam, ließen wir uns in Schubladen stecken – der Sportler, die Schlampe, der Faulenzer, die Streberin. Doch dann blickten wir alle auf, und alles änderte sich. Sie sagten, der Asteroid käme in zwei Monaten. Das ließ uns zwei Monate, um die Schubladen zu verlassen. … Zwei Monate, um wirklich zu leben. –Klapptext vorne
Vor jedem neuen Kapitel gibt es ein Bild, das zeigt, wie nah der Asteroid der Erde bereits ist. Das hat mir ganz gut gefallen, da es die Verkürzung der Zeitspanne deutlich gemacht hat. Was mir aber nicht so gut gefallen hat, waren die großen Zeitsprünge, die in der Geschichte vorkommen. Im einen Moment ist man mitten in der Erzählung, im nächsten werden zwei Wochen übersprungen. Das trägt meiner Meinung nach auch zur oben erwähnten Ereignislosigkeit bei.

Das Cover jedoch gefällt mir sehr gut, auch, wenn es nicht wirklich zu einem der Geschehnisse im Buch passt. Es sind schließlich bloß vier Hauptpersonen, außer, man zählt Peters Schwester Misery dazu, die auch einige Auftritte im Buch hat. Auf dem Cover sind sechs Jugendliche zu sehen, die nachts den Asteroiden betrachten. Ich mag schwarze Covers sehr gerne, weshalb mir auch dieses so gut gefällt.

Ein Zitat möchte ich noch erwähnen, mit dem ich mich gut identifizieren konnte:

Die besten Bücher handeln nicht von Dingen, über die du noch nie nachgedacht hast. Sie handeln von Dingen, über die du schon immer nachgedacht hast, bei denen du aber meintest, keiner sonst würde sich darüber Gedanken machen. Du liest sie und plötzlich bist du ein kleines bisschen weniger allein auf der Welt. – Mr McArthur, S.20


Fazit:

Auch wenn es einige positive Aspekte gibt, hat mir das Buch nicht sonderlich gut gefallen. Ich empfehle es nur weiter, wenn es, wie in der Beschreibung des Autors erwähnt, einen Film davon geben soll, damit man Film und Buch vergleichen kann. Ich gebe zwei von fünf Sternen.

 

Autor: Tommy Wallach


Erscheinungsdatum: 24. März 2015


Verlag: cbj


Umfang: 448 Seiten


Preis: 12,99 €


ISBN: 9783570403426