Freitag, 27. Januar 2017

NOW, Stephan R. Meier (Rezensionsexemplar)

Hallo ihr Lieben!
Es tut mir sehr Leid, dass ich mich erst jetzt zum ersten Mal im neuen Jahr melde. Es liegt allerdings auch zu einem großen Teil an dem Buch, dessen Rezension ihr gleich finden werdet, da ich wirklich ewig gebraucht habe, um es zu lesen, was mir normalerweise nie passiert. Auf jeden Fall wird in ein paar Tagen dann schon mein Lesemonat Januar online gehen, und ab da solltet ihr wieder regelmäßig von mir hören.
So, aber jetzt zum Buch!

Autor: Stephan R. Meier

Erscheinungsdatum: 09. Januar 2017

Verlag: Penguin

Umfang: 432 Seiten

Preis: 13,00 €

ISBN: 9783328100492




Inhalt:


Ein Mann streunt durch dichte Wälder, immer auf der Flucht vor herannahenden Drohnen, die seinen Tod bedeuten können. Sein Name ist Spark. Noch vor Kurzem wurde sein Leben von dem intelligenten Algorithmus NOW geregelt, und Spark hatte alles: Gesundheit, Sex, Nahrung. Doch dann entdeckte er, was hinter dem Tod seines Vaters steckt. Wie gefährlich die Allmacht NOWs ist. Und dass die Frau, die er liebt, verstoßen wurde – dorthin, wo jeden Tag das nackte Überleben auf dem Spiel steht. Damit beginnt Sparks Kampf. Für die Zukunft der Welt. Für die Liebe seines Lebens.

Meine Meinung:


NOW – Du bestimmst, wer überlebt ist ein sehr interessantes Buch. Es ist kompliziert zu lesen, da es nicht gerade ein Jugendbuch ist. Der Schreibstil ist gut, aber es war für mich an mehreren Stellen schwierig zu verstehen, sodass ich einen Absatz noch einmal lesen musste, um wieder mitzukommen.

„Die Natur ist ewig, solange es sie gibt“, schrieb NOW. „Die Natur ist das Leben. Der Mensch ist nur ein Teil dieser Natur, nicht die Natur selbst. Also ist der Mensch lediglich ein Teil des Lebens. Nur wenn man Mensch und Natur gleichsetzt, macht es Sinn, ewig zu leben. Der Mensch kann jedoch nicht ohne die Natur leben – die Natur aber ohne den Menschen. –NOW, S.124

Ich finde, dass NOW ein sehr trockenes Buch ist. Es wird sehr viel erklärt, wodurch die Handlung und der Protagonist Spark eher in den Hintergrund rücken. Auch mit dem Ende bin ich unzufrieden, was ich aber leider nicht erklären kann, da ich nicht spoilern möchte.

Ich habe durch den Klapptext einen falschen Eindruck von der Geschichte bekommen, die mich erwartet hat. Das Buch ist viel komplexer. Es geht um den Algorithmus NOW, was man sich unter einer künstlichen Intelligenz, die das Leben der Menschheit regelt, vorstellen kann. Jedoch ist dieses Buch kein Science-Fiction-Roman, wie man durch diese Beschreibung denken könnte. Es ist ein Thriller, wenn auch nicht so, wie man sich einen klassischen Thriller vorstellt.


Ich habe durch das Lesen den Eindruck gewonnen, dass der Autor nur zeigen wollte, wie unsere Gesellschaft in der Zukunft wahrscheinlich aussehen wird, und dann noch eine Handlung außen rum geschrieben hat. Ich finde es schade, dass die Handlung nicht stärker ausgebaut wurde. Das hätte dem Buch noch etwas mehr von seiner Trockenheit genommen.


Ich kann euch sagen, dass NOW ein sehr realitätsnahes Buch ist, da es auf den Problemen, die genau jetzt auf der Welt herrschen, basiert. Ich kann mir diese computergesteuerte Gesellschaft wirklich vorstellen, da der Autor die Gründe der Entstehung, die Entstehung selbst und die Folgen wirklich ausführlich beschrieben hat.


Man merkt, dass Stephan R. Meier sein Buch sehr durchdacht hat und viel Mühe, Zeit und Recherche hineingesteckt hat. Ich respektiere sein Buch sehr, auch wenn es meiner Meinung nach mehr Handlung beinhalten sollte. Das ist allerdings Geschmackssache, deshalb lasst euch davon nicht abschrecken, dieses interessante Buch zu lesen.


Ein paar Worte zum Cover möchte ich am Schluss auch noch hinzufügen. Es gefällt mir, da es außer dem Schriftzug, der mit seiner leuchtend blauen Umrandung und dem großen Riss sehr bedrohlich wirkt, kaum etwas anderes aufweist. Mehr ist aber auch nicht nötig, das Cover passt gut zum Buch.

Fazit:


Auch wenn meine Rezension das Buch teilweise kritisiert, finde ich, dass es jeder gelesen haben sollte. Es ist, wie auch über dem Klapptext genannt wird, ein Thriller unserer Zeit, der mit seinem hochinteressanten Gedankengang genau unsere Probleme und unsere mögliche Zukunft anspricht. Ich gebe, trotz der meiner Meinung nach zu kurz gekommenen Handlung, vier von fünf Sternen.
Unten findet ihr noch den Buchtrailer, falls ihr gerne mehr über das Buch erfahren möchtet.
 



Vielen Dank an die Verlagsgruppe Randomhouse und den Penguin Verlag für das Rezensionsexemplar!

Freitag, 30. Dezember 2016

Eure Meinung

Hallo ihr Lieben!

Da das Jahr inzwischen so gut wie rum ist, dachte ich, ich frage ich mal nach eurer Meinung zu meinem Blog. Da habe ich mir ein paar Fragen überlegt, die mich interessieren würden:

Blog (Gestaltung etc.)
-Wie findet ihr meinem Blog insgesamt?
-Was findet ihr gut/schlecht?
-Habt ihr Verbesserungsvoschläge, Wünsche, Ideen?

 Rezensionen:
-Wie gefallen euch meine Rezensionen insgesamt?
-Was findet ihr an ihnen gut/schlecht?
-Habt ihr dazu Verbesserungsvorschläge, Wünsche Ideen?

Sonstiges:
-Soll ich öfter andere Posts als Rezensionen hochladen? (z.B. Lesemonate, evtl. Autoreninterviews etc.)
-Soll ich mehr Aktionen über meinen Blog laufen lassen und nicht nur über meinen Instagram-Account? 

Das sind so die wichtigsten Fragen, die mir eingefallen sind. Ihr müsst sie nicht alle beantworten, wenn es euch zu viele sind, aber ich würde mich sehr über jegliches Feedback freuen, damit mit einem Blog ins neue Jahr starten kann, der allen meinen Lesern gefällt :). Falls euch noch andere Dinge einfallen, die ihr in Bezug auf meine Seite erwähnen möchtet, immer raus damit! Schreibt eure Meinung einfach in die Kommentare.

Liebe Grüße und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Eure Caro

Mittwoch, 28. Dezember 2016

Bis ans Ende der Geschichte, Jodi Picoult (Rezensionsexemplar)



Vorsicht, Spoiler!

Autorin: Jodi Picoult

Erscheinungsdatum: 22. August 2016

Verlag: Penguin 

Umfang: 576 Seiten

Preis: 10,00€

ISBN: 9783328100515
 

Inhalt:

Sage Singer ist eine junge, leidenschaftliche Bäckerin. Als sie den allseits beliebten pensionierten Lehrer Josef Weber kennenlernt, entwickelt sich trotz des großen Altersunterschieds eine enge Freundschaft zwischen ihnen. Doch als Josef ihr eines Tages ein lange vergrabenes, schreckliches Geheimnis verrät, bittet er Sage um einen schwerwiegenden Gefallen. Wenn sie einwilligt, hat das allerdings nicht nur moralische, sondern auch gesetzliche Konsequenzen. Sage steht vor einem Dilemma. Denn wo verläuft die Grenze zwischen Hilfe und einem Vergehen, Strafe und Gerechtigkeit, Vergebung und Gnade?

Meine Meinung:

Das Buch ist einfach unglaublich. Es hat mich von der ersten bis zur letzten Seite mitgerissen. Es ist spannend, interessant, traurig und regt sehr stark zum Nachdenken an. Ich kann meine Gedanken kaum in Worte fassen, aber ich versuche es mal.

Der Schreibstil von Jodi Picoult ist toll. Die Seiten fliegen nur so dahin, und selbst wenn man sich mit einem Thema nicht auskennt, kann man alles verstehen, da die Autorin Unklares ausführlich erklärt. Sie hat es geschafft, das Buch so zu schreiben, dass man es nicht mehr aus der Hand legen kann. 

Das Cover gefällt mir allerdings nicht so gut. Es ist zwar schön, aber ich verstehe nicht genau, was es in Bezug auf die Geschichte ausdrücken soll. Der Titel ist wiederum gut gewählt, auch wenn ich ihn erst relativ spät verstanden habe. 

Die Handlung dreht sich nicht nur wie erwartet um Sage, sondern auch um Josef, Sages Großmutter und Leo. Das macht es noch interessanter. Man sieht die Geschichte aus verschiedenen Sichtweisen, sodass man nachvollziehen kann, was die Personen fühlen und warum sie bestimmte Dinge tun. Das Buch spielt nicht nur in der Gegenwart, sondern auch viel in der Vergangenheit.

In der Geschichte geht es nicht um Daten und Orte und Kriege. Es geht um die Menschen, die die Räume dazwischen füllen. – Sage, S.447

Ich habe beim Lesen viel dazugelernt, was den Nationalsozialismus betrifft, welcher im Buch eine sehr große Rolle spielt. Das Thema wird sowohl aus der Sicht der Nationalsozialisten, als auch aus der Sicht der Juden behandelt, wodurch man ein größeres Bild von den Geschehnissen im Buch bekommt.

Parallel zur Haupthandlung wird noch eine Geschichte erzählt, die von Sages Großmutter geschrieben worden ist. Das hat mir auch gut gefallen, da diese ein Kontrast zum Rest des Buches ist, aber dennoch viele Gemeinsamkeiten mit der Haupthandlung aufweist.

Ein Zitat möchte ich noch erwähnen, das mich sehr zum Nachdenken gebracht hat:

„Vielleicht wird das die Generation sein, die die Welt rettet“, werfe ich ein. „Glaubt nicht jede Generation, dass sie das ist?“ – Sage & Leo, S.451

Fazit:

Ich kann das Buch nur weiterempfehlen. Es ist wirklich gut geschrieben, hat starke Protagonisten und ist außerdem spannend und, wie auch hinten unter dem Klapptext steht, „schmerzhaft realistisch“. Ich gebe fünf von fünf Sternen.

 

Vielen Dank an die Verlagsgruppe Randomhouse und den Penguin Verlag für das Rezensionsexemplar!

Sonntag, 18. Dezember 2016

Als die Sonne im Meer verschwand, Susan Abulhawa (Rezensionsexemplar)



Autorin: Susan Abulhawa

Erscheinungsdatum: 11. Oktober 2016

Verlag: Diana

Umfang: 400 Seiten

Preis: 9,99€

ISBN: 9783453359147


Inhalt:

In einem malerischen Dorf in Palästina wachsen die Geschwister der Familie Baraka auf. Doch an einem Tag im Jahr 1948 geht ihre Kindheit jäh zu Ende. Israelische Soldaten stecken ihr Haus in Brand und zwingen sie gewaltsam zur Flucht. Nazmiyya versucht, dem Leid der Flüchtlingslager zu trotzen, Mamduh zieht bis ans andere Ende der Welt. Sie verlieren ihre Familie, ihre Heimat und einander – nie aber die Hoffnung. Und Hoffnung ist es auch, die sechzig Jahre später Mamduhs Enkelin aus Amerika nach Gaza führt …

Ach, such mich / In dem Blau / Zwischen Himmel und Wasser / Dort, wohin die Zeit verschwunden ist / Wo wir die Ewigkeit sind / Die fließt wie ein Fluss – Mariams Lied, z.B. S. 72

Meine Meinung:

Als die Sonne im Meer verschwand hat mich umgehauen. Die Geschichte reißt einen mit und regt stark zum Nachdenken an. Aber das Buch ist teilweise sehr brutal, hart und auch traurig. Es zeigt die ungeschönte Wahrheit des Lebens der Menschen in Palästina, die schreckliche Dinge durch den Krieg erlebt haben. 

Der Schreibstil der Autorin ist fließend und man kann das Buch schnell lesen. Auch wenn die Kapitel zum Ende hin etwas länger werden, sind sie doch allesamt sehr kurz. Am Anfang fast jeden Kapitels sind Anmerkungen von Khaled, der eine wichtige Rolle in der Geschichte spielt. Was mir sehr geholfen hat, war der Stammbaum vor Beginn des Buches. Damit konnte ich die handelnden Personen besser auseinanderhalten.

Was mir am meisten am Buch gefällt, ist das Cover. Es ist einfach wunderschön. Bitte seht es euch an (das Bild findet ihr weiter oben). Es drückt so viel Freiheit und Stärke aus. Ich glaube, ich habe die Hälfte der Zeit, die ich gebraucht habe, um die Geschichte zu lesen, nur das Cover angesehen. Den Titel finde ich auch gut gewählt, auch wenn ich ihn erst ganz am Ende verstanden habe.

Die Handlung zieht sich über mehrere Generationen, aber die meisten Personen bleiben trotzdem die ganze Zeit dabei. Jeder einzelne von den Charakteren erlebt auf seine eigene Art und Weise die Grausamkeit des Krieges und des Lebens im Allgemeinen. Diese Vielschichtigkeit an schrecklichen Erlebnissen macht das Buch noch lesenswerter, als es sowieso schon ist.

Teilweise waren einige Aspekte dabei, die mich verwirrt haben. Ich möchte nicht spoilern, deshalb sage ich es bloß mal so: Es hat mit übernatürlichen Ereignissen und Fähigkeiten zu tun. Aber da in der Geschichte das Thema Glauben auch eine nicht unwichtige Rolle spielt, überlasse ich das einfach mal diesem Bereich.

Über das Buch hinweg zeigen sich viele Verknüpfungen und Verbindungen, die man erst nach und nach verstanden hat. Das hat mir gefallen, da ein solcher Aufbau ja sehr zum Weiterlesen anregt und die Spannung steigert.

Fazit:

Susan Abulhawa hat eine Geschichte geschaffen, die tiefe Einblicke in das Leben in Palästina und Gaza ermöglicht. Das Buch ist inhaltlich sehr hart, deshalb ist es vielleicht nicht für jeden etwas. Trotzdem kann ich es auf jeden Fall empfehlen. Insgesamt gebe ich vier von fünf Sternen.