Samstag, 11. März 2017

Und jetzt lass uns tanzen, Karin Lambert (RE)

Autorin: Karine Lambert

Erscheinungsdatum: 06. März 2017

Verlag: Diana

Umfang: 224 Seiten

Preis: 17,99€

ISBN: 978-3-453-29191-1


Inhalt:

Beinahe wären sie einander nie begegnet: Marcel, der den Sternenhimmel liebt, und Marguerite, die nur dem Tag Schönheit abgewinnen kann. Er, für den nur die Freiheit zählt, und sie, die ausnahmslos allen Regeln folgt. Doch dann verlieren beide ihre langjährigen Ehepartner. An diesem Wendepunkt in ihrem Leben treffen Marguerite und Marcel aufeinander und stellen überrascht fest, dass sie über die gleichen Dinge lachen. Wagen sie es auch, noch einmal zu lieben?

Meine Meinung:

Und jetzt lass uns tanzen ist eine recht kurze Geschichte, die mich nicht wirklich überzeugt hat. Es kommt mir vor, als wäre kaum etwas passiert. Ich bin auch nie direkt mitgerissen worden, weil das Buch sehr stockend aufgebaut ist. Die Kapitel sind allesamt extrem kurz und sind selbst dann noch alle durch viele Absätze gekürzt. Die Sichtweise geht immer abwechselnd von Marguerite und Marcel aus.
Ich habe gelesen, dass die Erinnerung an Glück auch noch einmal Glück ist. - Marguerite, S.171
Ich finde es sehr schade, dass die Handlung immer wieder so abrupt abgebrochen wird. Dadurch kommt man gar nicht richtig in den Lesefluss. Teilweise werden auch Dinge angesprochen, die für die Geschichte nicht gerade relevant sind, was mich manchmal verwirrt hat, weil ich dann oft versucht habe, in dem Geschriebenen eine tiefere Bedeutung zu finden.

Mich persönlich hat es überrascht, dass es sich bei den beiden Protagonisten um Rentner handelt, weil ich durch den Klapptext etwas anderes erwartet habe. Ich habe eben das Wort 'langjährig' nicht so verstanden, wie es gemeint ist. Aber das tut ja nichts zur Sache. Nach der anfänglichen Überraschung habe ich schnell gemerkt, dass die zwei komplett unterschiedlich sind. Marguerite zum Beispiel war jahrelang ihrem Ehemann untergeordnet, während Marcel und seine Frau sich als gleichwertig angesehen haben. Was mir sehr gut gefallen hat, ist die Art und Weise, wie sie sich trotzdem gut verstehen können. 
 Sie hatte sich stehts würdevoll und vorbildlich verhalten. Brav, äußert brav. Anstand ist keine Entschuldigung für ständiges Schweigen, aber jeder tut, was er kann, mit dem, was er bekommt. Sie war immer nur die Tochter von, die Schwester von, die Frau von gewesen. - Marguerite, S.79
Sie ist für immer und ewig gegangen, er ist jeden Morgen aufgestanden und hat weitergeatmet. Er ist nicht daran gestorben, dass er sie überlebt hat. - Marcel, S.95

Das Cover finde ich sehr schön. Die Anspielung mit dem Seil, welches im Buch einmal erwähnt wird, passt gut zur Geschichte. Auch der Titel gefällt mir und ist meiner Meinung nach gut gewählt. 

Fazit:

Vielleicht liegt es daran, dass das Buch aus dem Französischen kommt und diese Schreibweise für mich ungewöhnlich ist, da sie sich sehr von dem unterscheidet, was ich sonst lese, aber die Geschichte hat mich nicht umgehauen. Ich gebe zwei von fünf Sternen.

   

Vielen Dank an die Verlagsgruppe Randomhouse/ den Diana Verlag für das Rezensionsexemplar!